Zecken Jäger und Lauerer

Früher nahm man ja an, Zecken lauern auf Bäumen, lassen sich fallen, wenn so etwas schmackhaftes wie Hund, Katze oder gerne auch mal Mensch vorbei kommt und saugen sich dann fest.

Heute geht man bei Zecken von zwei Strategien zur Wirtsfindung aus, es soll Jäger und Lauerer geben.

Die Jäger unter den Zecken sind dabei richtig schnell, gemessen an der Körpergröße. Auf der Suche nach Wirtsorganen bewegen sich die jagenden Zecken dabei aktiv vorwärts und erreichen dabei eine Geschwindigkeit von fünf bis acht Metern pro Stunde. Zum Vergleich, eine durchschnittliche Weinbergschnecke schafft gerade einmal 4,2 Meter pro Stunde.

Die Lauerer klettern hingegen auf eine Pflanze, gerne einen Grashalm oder einen Busch und halten sich daran fest. Sobald ein potentieller Wirt an dieser Pflanze vorbeikommt und dabei Kontakt herstellt, hält sich die Zecke an diesem fest. Zu den Lauerern unter den Zecken gehört auch der in Deutschland weit verbreitete Gemeine Holzbock. Auf dem Wirt wird dann der richtige Platz gesucht, Zecken saugen sich vor allem gerne an Stellen fest, an denen die Haut recht weich ist. So jedenfalls mein Eindruck.

Immerhin, ist man mit den Hunden im Wald unterwegs und ist eine Zecke auf diesen übergesprungen, hat man noch eine kurze Zeit die Chance, die Zecke zu sichten und zu entfernen. Am besten klappt das natürlich, wenn der Hund eine Fellfarbe hat, auf der Zecken zu sehen sind. Wobei das natürlich auch dann nicht wirklich einfach ist und genaues Hinschauen erfordert, Zecken vor der Blutmahlzeit sind einfach ziemlich klein.

Aber bei unseren Hunden habe ich so in Deutschland so manche Zecke noch entfernt bekommen. Vor allem im Frühjahr, wenn wir diese noch nicht gegen Zeckenbefall behandelt haben, die Blutsauger aber aufgrund von milder Witterung schon aktiv gewesen sind.

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